Darstellung des BNA

Im Januar 1985 trafen sich in Köln neun Vereine bzw. Verbände und gründeten den BNA. Damit entstand zum ersten Mal ein Natur- und Artenschutzverband, der in erster Linie Züchter und Halter von Tieren und Pflanzen beherbergt. Um den Sinn dieses Zusammenschlusses verstehen zu können, muss ein kurzer Blick auf die Entwicklung der letzten Jahrzehnte geworfen werden.

Die sogenannten etablierten Naturschutzverbände wurden in den letzten Jahrzehnten auch zum großen Teil von Züchtern und Haltern von Tieren und Pflanzen getragen. Diese Menschen schöpften aus ihrer Liebhaberei, der Zucht, die Kraft und das Fachwissen, um in den Naturschutzverbänden effektiv mitarbeiten zu können. Erstaunt mussten diese Naturschützer aber feststellen, dass sich die Funktionäre in den Führungsspitzen immer mehr gegen die Zucht aussprachen. Während an der Basis dieser Naturschutzverbände noch eine große Zahl von Züchtern im praktischen Naturschutz mitarbeitete, wurde von den Verbandsspitzen mit Erfolg die These vertreten, dass Zucht auf Dauer nur möglich sei, wenn immer wieder Tiere und Pflanzen der Natur entnommen würden. Somit sei die Zucht letztendlich natur- und artenschutzfeindlich und helfe mit, Arten sowohl in der Heimat als auch weltweit auszurotten.

Der BNA setzt sich wie alle die anderen Natur-, Tier und Artenschutzverbände auch, für einen aktiven Natur- und Artenschutz ein. Der beste Naturschutz ist der Biotopschutz. Die Bewahrung der Natur in ihrer Ursprünglichkeit ist letztendlich der beste Artenschutz. Die richtige Reihenfolge und Gewichtung fachgerechter Naturschutzmaßnahmen ergeben sich aus dem Slogan des BNA:

Biotope schützen, Natur bewahren, Arten erhalten!

Es reicht nicht aus Gesetze, Richtlinien oder Verordnungen nur zu erlassen, wir müssen vielmehr die Eigeninitiative stärken. Voraussetzung hierfür ist jedoch ein umfangreiches Informationsangebot zur Verbesserung des Kenntnisstandes und der Sachkunde.

 

Deshalb verfolgt der BNA zwei Ziele:

1. Mit den anderen Naturschutzverbänden wird sich der BNA dafür einsetzen, dass dem Biotopschutz überall Vorrang eingeräumt wird.

2. Der BNA setzt sich aktiv für den Gedanken der Arterhaltung durch Zucht ein. Wenn Arten in ihrer natürlichen Umgebung ausgerottet werden, besteht die einzige Möglichkeit, sie in ihrem Bestand zu erhalten, darin, dass sie in Menschenobhut weiter gezüchtet werden.

Im BNA ist man der Meinung, dass nur Menschen mit soliden Kenntnissen über Tiere und Pflanzen fachgerechte Naturschutzaufgaben durchführen können. Diese Kenntnisse und auch die Liebe zur Natur bezieht der Mensch schon von alters her aus dem Umgang mit Tieren und Pflanzen.

Die züchterische Arbeit ist somit der Quell für fachgerechte Arbeit in Natur,- Tier- und Artenschutz.

Des weiteren ist man im BNA der Meinung, dass die Erhaltung einer Art einen Wert für sich darstellt.

Unsere Kinder haben ein Recht darauf, eine Art in Menschenobhut überliefert zu bekommen, wenn diese in freier Natur nicht zu erhalten ist.

 

Mit großer Sorge beobachtet der BNA die weltweit stattfindende Ausrottung von Arten durch Zerstörung ganzer Ökosysteme durch den Menschen. Diese dramatische Entwicklung und der Rückgang ungezählter Arten bürdet einerseits zoologische Gärten, mit denen der BNA sehr kooperativ zusammenarbeitet, andererseits auch den verantwortlichen Institutionen und Verbänden, sowie allen Privathaltern von Wildtieren und Pflanzen ein hohes Maß an Verantwortung auf. Neben der richtigen Pflege ihrer Tier- und Pflanzenbestände sind sie dazu verpflichtet, durch Zucht zur Erhaltung bedrohter Tier- und Pflanzenarten beizutragen. Wir wissen, dass sich heute - im Gegensatz zu früher - bedrohte Tier- und Pflanzenarten in menschlicher Obhut fortpflanzen, die noch vor wenigen Jahrzehnten als nicht züchtbar galten". Deshalb unterstützt der BNA nicht nur wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Zucht, sondern auch die Veröffentlichung herausragender Beobachtungsergebnisse bei der Tier- und Pflanzenhaltung und führt außerdem Workshops zu umweltrelevanten Themen wie "Nachhaltige Nutzung" durch.

Daneben berät der BNA die EG, den Bund, die Länder, die Kommunen und andere Gebietskörperschaften bei der Durchführung von Natur-, Tier- und Artenschutzmaßnahmen. Eine sehr wichtige Aufgabe des BNA ist die Beratung des Gesetz- und Verordnungsgebers mit dem Ziel, praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Ergebnisse für Natur- und Arterhaltung auch in gesetzliche Bestimmungen und Erlasse einbringen zu können. Gerade auf diesem Gebiet war der BNA in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Es gelang ihm, den Gesetzgeber davon zu überzeugen, dass die Zucht und die Haltung von wildlebenden Tieren und Pflanzen nicht gegen den Natur- und Artenschutzgedanken gerichtet sein kann.

Mit dem BNA-Newsletter informiert der BNA zeitnah über aktuelle Themen aus den Bereichen des Natur-, Tier- und Artenschutzes. Der BNA-Newsletter findet auch bei Ministerien, Behörden, Natur- und Tierschutzverbänden eine große Beachtung.

 

Der Natur- und Artenschutz in der Bundesrepublik Deutschland braucht einen starken BNA!

 

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Der BNA macht sich für jeden stark.

Stärken Sie deshalb den BNA.