Der BNA und Erhaltungszuchtprogramme

Dr. Clemens Becker, BNA-Vizepräsident

1. Einführung

Zu allen Zeiten und in allen Kulturen wurden Wildtiere vom Menschen gehalten. Für die Menschheits- und für unsere Kulturgeschichte spielte also das Verhältnis "Mensch - Tier" immer eine entscheidende Rolle, und - dies soll betont werden - wird dieses Verhältnis "Mensch - Tier" auch in der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Dies führte - einer von vielen Gründen - vor vielen Jahren auch zur Gründung des Bundesverbandes für fachgerechten Natur- und Artenschutz (BNA), da bestimmte Gruppierungen meinten, dies sei nicht so oder solle nicht mehr so sein.

Balistar Der Balistar (EEP T. Pagel, Köln) gehört mit derzeit 14 Tieren im Freiland zu den bedrohtesten Vogelarten unserer Erde.

Foto: Pagel
Die enge Beziehung zum Tier führte - seit unsere Vorfahren vor Jahrtausenden die verschiedensten Wildtiere eingefangen und gezähmt hatten - einerseits zu den verschiedenen Formen der Haustiere (der Vorgang der Domestikation) und zu den ungezählten Zuchtformen aus exotischen Tieren, andererseits aber auch zur Entstehung von Zoologischen Gärten und Tierparks.
Nur kurz sei erwähnt, daß sich im Laufe der Geschichte Zoologische Gärten und parallel zum Wandel ihres äußeren Erschei nungsbildes auch die Aufgaben und Zielsetzungen geändert oder verschoben haben. So hat in den letzten 20 Jahren - neben den klassischen Aufgaben, Erholungsraum zu bieten, Natur und Tierinformauionen zu liefern und wissenschaftliche Forschung zu betreiben - besonders der Aspekt der Arterhaltung an immenser Bedeutung gewonnen.

 

2. Der Mensch und die Natur

Auf der einen Seite ist an der Schwelle in das nächste Jahrtausend ein explosionsartiges Wachstum der Weltbevölkerung und ein pilzartiges Wuchern technischer Prozesse und Entwicklungen bis in die letzten Naturreserven hinein zu verzeichnen. Auf der anderen Seite können selbst Optimisten das Besorgnis erregende Sich-Ändern klimatischer Faktoren sowie die gigantischen Natur- und Umweltzerstörungen unter gleichzeitigem Dahinschmelzen des Tier- und Pflanzenreichtums nicht mehr "unter den Teppich kehren". Uns muß bewußt sein, daß auch in diesem Augenblick Tier- und Pflanzenarten ausgerottet werden.

Ecuadoramazone Das Erhaltungszucht-
programm für die Ecuadoramazone betreut A. Brockner von der zoologischen Gesellschaft.


Foto: Reinschmidt
Darunter befinden sich Arten, die noch nicht einmal entdeckt oder beschrieben worden sind. Hier ist die hypothetische Frage zu stellen, welch wichtige Aufgabe vielen dieser Arten, die unwiderbringlich von unserem Globus verschwinden, mit der in ihnen verankerten genetischen Potenz in der Entwicklung der Welt und der Menschheit möglicherweise zugedacht wäre. Als historisches Beipiel ist die unscheinbare Grasart "Triticum" zu nennen, die wir heute - weiterentwickelt und in ca. 10.000 verschiedenen Sorten gezüchtet - als Weizen verzehren. Die Heimat des Weizens ist in Vorderasien zu suchen. Alte Weizenarten sind uns schon aus der frühen Steinzeit bekannt. Heute nutzen wir diese zu den ältesten Kulturpflanzen zählenden und in Tausenden von Jahren genetisch vielfach veränderten Sorten zur Herstellung von Mehl, Brot, Teigwaren, Grieß, Graupen, Braumalz für Bier und Stroh für Streu, außerdem in der Papierproduktion und für Geflechtartikel. Welche Entwicklmg hätte die Menschheit ohne dieses ursprüngliche "Weizen-Gräslein" genommen?
Dieser dramatische Rückgang ungezählter Arten bürdet einerseits Zoologischen Gärten, andererseits besonders auch verantwortlichen Institutionen und Verbänden sowie allen Privathaltern von Wildtieren und Wildpflanzen ein hohes Maß an Verantwortung auf. Neben der richtigen Pflege ihrer Bestände sind sie dazu verpflichtet, durch Zucht zur Erhaltung bedrohter Tier- und Pflanzenarten beizutragen.
Wir wissen, daß sich heute - im Gegensatz zu früher - bedrohte Tierarten in menschlicher Obhut, in Zoos und in Privathänden fortpflanzen, die noch vor wenigen Jahrzehnten als "nicht züchtbar" galten. Man denke nur an Löwenäffchen oder Kleine Pmdas, aber auch an Molukkenkakadus, Balistare oder Pfeilgiftfröschchen.
Taubenhalsamazone Bislang ohne Zuchtprogramm ist die stark bedrohte Taubenhalsamazone, eine Rarität in Züchterhand.

Foto: Reinschmidt
Granada-Amazone Eine der bedrohtesten "Festland-Amazonen" ist die Granada-Amazone, von der vielleicht 50 Vögel in deutschen Züchterkreisen leben.

Foto: Reinschmidt
 
3. Koordination wichtig!

Dabei sei betont, daß es heute nicht mehr ausreicht, mit dem eigenen, privaten Tier- und Pflanzenbestand oder dem des Nachbarn "vor sich hin zu züchten". Hohe Inzucht und Verarmung der genetischen Vielfalt sind die Folgen, d.h. Risiken. die den Fortbestand dieser Arten in Menschenobhut gefährden. Es reicht auch nicht mehr aus, züchterisches "Know-how" auszutauschen oder in Menschenhand gehaltene Arten nur in Zuchtbüchern aufzulisten. Es ist zu einer wichtigen Zielsetzung geworden, Tiere und Pflanzen koordiniert untereinander auszutauschen.
Um es nochmals deutlich zu machen: Leider ist mit den vielen Einzelerfolgen, d.h. mit den ungezielten Vermehrungen, die in unzähligen wissenschaftlichen Zeitschriften und Züchter-Nachrichten verzeichnet werden, noch nicht das Oberleben von Tier- und Pflanzenarten gewährleistet. Zum Aufbau von Populationen in Menschenhand, die über viele Generationen bestehen und sich langfristig selbst erhalten sollen, muß Kooperation und Koordination hinzutreten.
Schon in der Vergangenheit wurden in Zoologischen Gärten Tierbestände jahrzehntelang erfolgreich in internationalen Zuchtbüchern geführt. In den 70er Jahren wurden computergestützte Datenbanken für Zootiere (ISIS/ARKS) eingerichtet. Mehrere Hundert Zoologische Gärten der ganzen Erde melden seit dieser Zeit ihre Tierbestände an diese "Zentralkartei" und haben dadurch auch einen Überblick über die Tierbestände der anderen beteiligten Einrichtungen. 

Goffin-Kakadu Das Erhaltungszucht- programm für den Goffin-Kokadu betreut H.-J. Künne.

Foto: Reinschmidt
Orangehauben-Kakadu Die Erhaltungszucht des Orangehauben-Kakadus koordiniert M. Bürkle.

Foto: Reinschmidt
4. Europäische Erhaltungszuchtprogramme

Aber erst in den 80er Jahren wurden die ersten wissenschaftlich fundierten Zoo-Zuchtprogramme gegründet. In Europa nennt man sie "Europäische Erhaltungszuchtprogramme" oder kurz EEPs. Zunächst wurde mit nur 17 EEPs für einzelne Tierarten ein Anfang gemacht, heute - nach nur 13 Jahren stetigen und erfolgreichen Wachtums dieser Bewegung - sind fast 130 EEPs und fast 50 europäische Zuchtbücher (ESBs) daraus geworden. Der Verfasser selbst koordiniert seit 1988 im Rahmen eines EEP europaweit die Zoobestände der asiatischen Menschenaffenart "Orang-Utan". In 36 europäischen und 13 nicht-europäischen Ländern beteiligen sich 400 Mitglieder an EEPs.
Auf der Basis eines regionalen oder internationalen Zuchtbuches arbeitet der Koordinator einer EEP-Art, der von einer Artkommission aus Fachleuten (meist Zoologen und Veterinären) unterstützt wird, im Rahmen seines Programmes Managementpläne für die bedrohte Tierart aus. Folgende Ziele stehen dabei im Vordergrund:

  • Überblick über die zu betreuende Zoo-Population / Datenerfassung
  • Berücksichtigung genetischer Gesichtspunkte, um Inzucht weitgehend zu vermeiden und die erbliche Variabilität (genetische Vielfalt) der Population zu erhalten
  • Berücksichtigung demographischer Gesichtspunkte, um eine natütliche Altersstruktur der Population zu sichern (z.B. soll die Zucht nicht unkoordiniert bei vielen Haltern gleichzeitig beendet werden, da vielleicht die Nachfrage gesunken ist)
  • Berücksichtigung verhaltensbiologischer, reproduktionsbiologischer und taxonomischer Aspekte
  • Durchfühmng von Kommissionssitzungen
  • Ausarbeitung von Transfer-Empfehlungen für Einzeltiere, um günstige Neukombinationen zu ermitteln und Nachwuchstiere zu verteilen
  • Empfehlungen zur (zeitweisen) Beendigung der Zucht

Letztlich soll also ein Erhaltungszuchtprogramm sicherstellen und gewährleisten, über viele Generationen gesunde und lebensfähige Popudationen in Menschenobhut aufzubauen, die dann möglicher weise als Reserven für Wiederansiedlungsprojekte oder für Bestandsstützungen in freier Natur zur Verfügung stehen können. So konnten heute schon Tiere (wie zum Beispiel Przewalskipferd, Säbelantilope, Wisent und Balistar) erfolgreich "in die freie Natur" entlassen werden.

Erzlori Ein Erzlori, wie er von Einheimischen in Ceram, Indonesien, als Haustier geholten wird: mit Draht angebunden, bis der nächste Höndler kommt oder bis...

Foto: Reinschmidt
5. "Private" Erhaltungszuchtprogranune

Neben diesen EEPs - Europäische Erhaltungszuchtprogramme, die meist von Zoos der europäischen Zoo-Gemeinschaft (EAZA) koordiniert werden - entstanden erfreulicheerweise auch eine ganze Reihe von EPs- Erhaltungszuchtprogramme, die von anderen Institutionen oder Privatleuten koordiniert und getragen werden, bemerkenswerterweise zum großen Teil mit Arten der Ordnung "Papageienvögel". Eine ganze Reihe von diesen privat initiierten Programmen wurden in der Zwischenzeit bereits in EEPs überführt, an denen sich Zoos und Privatzüchter beteiligen. Als Beispiele sollen hier folgende Programme bzw. Projekte aufgeführt werden:

  • Ab 1989 initiierten der Zoo Karlsruhe und der Verein der Vogelfreunde Aachern e.V. ein Erhaltungszuchtprojekt für die Tucumán-Amazone, das zunächst von M. Reinschmidt, seit 1997 von H. Niemann koordiniert wurde/wird.
  • Als 1 . Erhaltungszuchtprogramm wurde das Projekt für die Ecuadoramazone ab 1983 von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (Koordinator A. Brockner) gegründet. Das EEP führt heute M. Pilgrim, Chester.
  • Das Zuchtprogramm für den Orangehauben-Kakadu (seit 1992 ein EEP von D. Woolcock, Chester) initiierte M. Bürkle vom Verein der Vogelfreunde Achern e.V.
  • Seit 1992 koordiniert H.-J. Künne, Osnabrück, das Erhaltungszuchtprogramm für den Goffin-Kakadu.
  • Den Startschuß für das Programm mit Molukkenkakadus gab P. Wüst, Bietigheim-Bissingen, der heute noch die Daten deutscher Halter an das seit 1992 existierende EEP von D. Field, Edinburgh, weiterleitet.
  • Seit vielen Jahren koordiniert T. Pagel, Köln, erfolgreich das Erhaltungszuchtprogramm für den Balistar, das 1992 in ein EEP überführt wurde.
Tucumán-Amazone Ein Tucumán-Amazonen- Paar des 1990 im Zoo Karlsruhe gestarteten Erhaltungszuchtprogramms.

Foto: Reinschmidt
Die hier nur mit wenigen Beispielen angeführten Erhaltungszuchtprogramme sind - gemessen an der Zahl der in Züchterkreisen und in Zoologischen Gärten nachgezogenen Kakteen-, Orchideen-, Fisch-, Amphibien-, Reptilien- und Vogelarten, die in ihren natürlichen Biotopen bedroht sind - eindeutig zu gering.
Als Beispiel für eine positive Initiative im Bereich der Fische soll an dieser Stelle die Patenschaftsaktion der Deutschen Cichliden-Gesellschaft (DCG) e.V. im BNA erwähnt werden. Ziel dieser Aktion ist es,den Aquarianern einmal durch Import zugänglich gemachte Cichlidenarten möglichst für immer zu erhalten. Karteiführer für einzelne Cichliden-Teilbereiche bemühen sich um die Vermittlung nachgezüchteter Fische an Aquarianer.
Roter Neon Wegen der millionenfachen Exporte ist möglicherweise auch der als Aquarienfisch beliebte"Rote Neon" in seinem Naturbiotop bald gefährdet.

Foto: Linke
Schwarz-Leguan Das Senckenberg- Museum Ffm. (G. Köhler) koordiniert das Erhaltungszucht- programm für den Schwarz-Leguan der Insel Utila.

Foto: Köhler
6. Anforderungen an Erhaltungszuchtprogramme

Gleichzeitig muß aber in realistischer Betrachtung das Mögliche vom Nicht-Möglichen unterschieden werden: Es genügt für ein Erhaltungszuchtprogramm beispielsweise nicht, wenn sich zwei oder drei Papagelenzüchter einer bestimmten und bedrohten Art mit ihren wenigen Zuchtpaaren zu einer "Erhaltungszucht-Gemeinschaft" zusammenschließen. Ein solches Vorhaben - so löblich es auch wäre - muß über kurz oder lang schon aus den erwähnten genetischen Gründen scheitern. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Grund, der zur Vorsicht mahnt, sind organisatorische und logistische Probleme, die nicht jeder Privatmann oder jede private Gruppe ohne Unterstützung auf Dauer lösen kann. Nur mit erheblichem personellem, zeitlichem und finanziellem Aufwand sind z.B. folgende Aufgaben anzugehen:

  • Ausarbeitung von Verträgen oder Spielregeln für das Zuchtprogramm
  • Ansprechen und Motivieren einer großen Zahl von Züchtern und Haltern
  • Einschalten der Fachpresse
  • Herstellen und Versenden der Informationsblätter, Verträge und Zuchtbücher
  • Versenden und Auswerten der Fragebögen zu Bestand und Haltung
  • Besuch von Haltern, Besichtigung von Haltungen
  • Telefonischer Kontakt mit Haltern und Züchtern
Edwardsfasan Für den Edwardsfasan (im Foto ein Hahn) führt A. Hennache, Clères, ein EEP.

Foto: Pagel
Kongopfau Einer der seltensten Hühnervögel (im Foto eine Henne) ist der Kongopfau. R. von Bocxstaele, Antwerpen, führt im EEP nur rund 60 Vögel.

Foto: Pagel
In der Regel kommt man ohne die Hilfe eines Computers nicht mehr aus. Zur Erfassung der Daten und zur Analyse der genetischen und demographisehen Probleme werden Computer-Kenntnisse und eine "Zuchtbuch-Software" benötigt.
Schließlich muß an die Untersuchung der Tiere durch Verhaltensstudien oder Laboranalysen gedacht werden. Wer finanziert dies, wer arbeitet? Wer unternimmt möglicherweise Studienreisen in die natürlichen Verbreitungsgebiete der Tiere, um sich über die Probleme der freilebenden Population zu informieren oder sich um eventuelle Wiederansiedlungsprojekte zu bemühen? Wer schließlich organisiert und veranstaltet regelmäßige Treffen für alle Halter und Züchter? Es gilt also, zunächst geeignete Koordinatoren für solche Projekte zu finden, die fachlich geeignet sein müssen und die bereit sind, einen langen Atem zu haben.
Und dann gilt es, geeignete Tier und Pflanzenarten in den Züchterkreisen ausfindig zu machen, die sich langfristig für eine Erhaltungszucht eignen. Es müssen Populationen sein, die noch überschaubar und noch nicht in hohem Maße genetisch eingeengt sind. Wie stark eine isolierte Population von Tieren in Menschenobhut innerhalb weniger Jahre oder Jahrzehnte genetisch verarmen kann, zeigt folgendes Zoo-Beispiel: Die Mantelpavian-Kolonie des Frankfurter Zoos mit knapp 30 Tieren wurde vor mehr als 3 Jahrzehnten mit einer unbekannten Zahl von Tieren gegründet. Seit dieser Zeit kamen keine Neuzugänge in diese Gruppe. Genetische Untersuchungen zeigen im Vergleich zu freilebenden afrikanischen Mantelpavianen, daß die Variabilität um 63% auf 27% abgesunken ist. Dieses Beispiel soll deutlich machen, wie eine Tierpopulation in wenigen Jahren genetisch verarmen kann, wenn Zucht nicht planmäßig kontrolliert und koordiniert wird. Es ist wahrscheinlich, daß dies bei einer bestimmten Zahl von Wildtieren, die bislang unkoordiniert gezüchtet wurden, auch der Fall ist.
Cattleya trianae Cattleya trianae, eine der vielen Farbvarietäten, entstanden durch gezielte Nachzucht und Selektion: der Schutz tropischer Orchideen ist durch generative und vegetative Vermehrung in großer Zahl möglich.

Foto: Morasch
7. Aufruf an BNA-Verbände und BNA-Vereine

Es sollen deshalb mit diesem Artikel alle Halter und Züchter von Wildtieren und Wildpflanzen, besonders aber alle Verantwortlichen in unseren BNA-Verbänden und BNA-Vereinen dazu aufgerufen und ermuntert werden, in einen gemeinsamen Prozeß der Überlegung einzutreten, ob aus BNA-Kreisen weitere Erhaltungszuchtprogramme initiiert, durchführt und in der Öffentlichkeit präsentiert werden können. Im Hinblick auf die guten "Reserven" der gehaltenen und gezüchteten Tier- und Pflanzenarten ist dies eine dringende Notwendigkeit. Vorrangige Ziele müssen es sein, mögliche Tier- und Pflanzenarten und mögliche, fachkompetente Koordinatoren ausfindig zu machen. Wünschenswert wäre die Einrichtung einer "BNA-Arbeitsgemeinschaft für Erhaltungszuchten" mit Vertretern aus möglichst vielen Bereichen.
Eine Entwicklung in diese Richtung - Förderung von Erhaltungszuchten für bedrohte Tier- und Pflanzenarten statt Ausrichtung und Konzentration auf immer neue, stark ingezüchtete Rasse- und Hybridformen - stellt nach Auffassung des Verfassers eine geeignete (vielleicht die einzige) Alternative dar, mit der in der Zukunft die Liebhaberei der Haltung und Zucht von Wildtieren und Wildpflanzen auf Dauer zu rechtfertigen ist. So kann nachhaltig die Vielfalt der Schöpfung bewahrt werden. 

Anschrift des Verfassers:
Dr. Clemens Becker
BNA-Vizepräsident
Zoologischer Garten Karlsruhe
Ettlinger Straße 6
D-76137 Karlsruhe
Tel: 0721 / 133 6802
Fax: 133 6809
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2007-01-06 , MH